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Fisch grillen

Fisch grillen und gegrillter Fisch ist eine ganz besondere Erfahrung, meistens verspeisen wir ihn im Urlaub in Reiseländern mit langer Küste. Doch auch in heimischen Gefilden, ob im Garten oder auf dem Balkon, können wir dieses Flair von Urlaubsstimmung erleben. Zwar ist die Vorbereitung von Fisch für den Grill etwas aufwändiger als beim Fleisch grillen, dafür ist er aber leicht und gerade im Sommer besonders bekömmlich. Um diese gute Eigenschaft nicht zu neutralisieren, sollte man auf die Beimischung von fetten Saucen allerdings verzichten.

Fisch fein würzen

Fisch wird besonders gut mit frischen Kräutern oder Gewürzen aromatisiert. Von asiatischem Ingwer über Knoblauch und Kräuter aus dem Mittelmeerraum bis hin zu dem traditionell in Mitteleuropa verwendeten Speck gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten. Auch bei Marinaden und Würzmischungen sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Jedoch sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass der feine und unauffällige Eigengeschmack des Fisches nicht durch allzu starke Mischungen überwürzt wird.

Fischarten zum Grillen

Für den heimischen Grill besonders gut geeignet sind alle festen Fischsorten und alle Dorsch- und Barscharten, so z. B. Kabeljau, Rotbarsch und Schellfisch. Auch Plattfische wie Scholle, Seezunge und Heilbutt sowie Thunfisch, Grüner Hering, Forelle und Makrele sind auf einem Grillrost immer gern gesehen.
Vorsicht ist dagegen bei Hecht und Rotauge geboten, da sie viele kleine Gräten enthalten, die den Essgenuss durchaus schmälern können. Und auch geräucherter Fisch ist zum Grillen grundsätzlich ungeeignet.

Fisch nur frisch auf den Tisch

Was ohnehin für jedwedes Grillgut gilt, trifft auf Fisch ganz besonders zu: Nur frische Ware gehört auf den Grill. Ein frischer Fisch ist an seinen klaren, glänzenden Augen und seinen hellroten bis rosafarbenen, eng anliegenden Kiemen zu erkennen. Er verströmt den Duft von Meerwasser, keinesfalls jedoch den typisch miefigen Fischgeruch. Seien Sie bei der Wahl ihres Grillfisches deshalb flexibel, und kaufen Sie am besten die Fischart, die zuletzt bei Ihrem Händler eingetroffen ist. Zu Hause muss der Fisch dann im Kühlschrank aufbewahrt werden, am besten in einem verschließbaren Gefäß und nicht länger als einen Tag.

Vorbereitung des Fisches

Bevor der Fisch auf dem Rost brutzeln darf, müssen verschiedene Vorbereitungen getroffen werden. Zuerst muss der Fisch ausgenommen, d.h. die Innereien aus dem Bauchraum entfernt werden. Auf Nachfrage erledigt dies gleich beim Kauf auch Ihr Fischhändler für Sie. Danach sollten Rücken- Seiten und Bauchflossen entfernt und der Schwanz gekürzt werden, da diese Teile beim Grillen schnell anbrennen. Auch diese Arbeit nimmt Ihnen Ihr Fischhändler gerne ab.
Wenn ganze Fische auf den Grill kommen, müssen sie vorher entschuppt werden, was am einfachsten mit der Rückseite eines Messers zu bewältigen ist, mit der Sie die Schuppen vom Schwanz aus zum Kopf hin abschaben. Gerade bei Fischen mit kleinen Schuppen wie Forelle, Hering oder Makrele ist das kein Problem.
Nun muss der Fisch nur noch gesäubert, von innen und außen mit Zitrone beträufelt und gesalzen werden, um den Geschmack zu intensivieren. Sollten Sie planen, den Fisch später in eine sehr salzige oder würzige Marinade einzulegen, gehen Sie beim Salzen besser sparsam vor.

Was ist mit dem Fisch auf dem Grill zu beachten ist

Damit der Fisch nicht am Rost festklebt, ölen Sie ihn leicht ein. Wer ganz sicher gehen will dass seinem zarten Grillgut nichts zustößt, kann auch Aluschalen benutzen. Grillfisch gelingt bei mittlerer Hitze am besten, so brennt er auch nicht an. Er braucht nur 1x gewendet werden, Scholle und Seezunge grillt man zuerst auf der dunklen Seite.

Tipp

Um zu erkennen, ob der Fisch schon verzehrfertig ist, gibt es auch hier eine Garprobe. Sie stechen mit einem Messer an der dicksten Stelle bis zur Mitte in den Fisch, ziehen das Messer wieder hinaus und kontrollieren die Temperatur der Messerspitze. Ist sie heiß, ist auch Ihr Fisch gar. Eine zweite Möglichkeit ist, an der Rückenflosse des Fisches zu ziehen. Lässt sie sich mit der Hand leicht herausziehen, ist der Fisch fertig.

Meeresfrüchte - der besondere Grillgenuß

Hat der Fischfreund schon den gegrillten Fisch auf dem Teller, sucht er zur Abrundung oft noch nach den Meeresfrüchten. Ob am Spieß oder gefüllt, besonders Garnelen und Tintenfisch sind beliebt. Riesengarnelen sollten vor dem Grillen aber längs leicht aufgeschnitten werden, um die Darmfäden zu entfernen.
Auch Muscheln sind ein beliebtes Grillgut aus dem Meer, vor allem Jakobsmuscheln eignen sich wegen ihrer Größe besonders gut. Sie können gleich ohne Schale gekauft oder später eigenhändig wenigstens von einer Schalenhälfte befreit werden. Venus- und Miesmuscheln grillt man am besten in einer Aluschale, dazu noch Butter, Kräuter und ein Schuss Wein, und schon können Sie eine Delikatesse servieren!
Auch Muscheln bevorzugen die Zubereitung bei mittlerer Hitze.

Tipp

Meeresfrüchte dürfen niemals Temperaturen über 80°C ausgesetzt werden, da sonst das in den Tieren enthaltene Eiweiß gerinnt und das Essen hart werden lässt!

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